Wir kaufen nichts.Wir fragen nur.
In den Tagen vor Schulbeginn stehen wir vor Schreibwarenläden in Eppendorf. Wir sprechen Menschen an, die ohnehin gerade Schulsachen kaufen, und fragen sie eine einzige Sache: Kaufst du ein Teil mehr, als du selbst brauchst?
Ein Heft. Ein paar Stifte. Ein Federmäppchen. Mehr nicht. Alles, was in unserer Kiste landet, geht anschließend an Kinder und Jugendliche der Jugendhilfe – also an junge Menschen, die nicht bei ihren Familien aufwachsen konnten und mit deutlich weniger ins Schuljahr starten.
Du kaufst beim eigenen Einkauf ein Teil mehr.
Du legst es bei uns in die Kiste. Das war's schon.
Wir bringen alles gebündelt zu den Einrichtungen.
Zwei Übergaben.Und noch was übrig.
Nach dem Rauhen Haus ging der zweite Teil an die Hamburger Kinder- und Jugendhilfe. Übergeben ist damit noch nicht alles: Es ist so viel zusammengekommen, dass die Träger es gar nicht auf einmal lagern konnten.
Den Rest verteilen wir an Hamburger Grundschulen in Stadtteilen, wo der Bedarf am größten ist. So landet nichts im Lager, sondern alles bei Kindern, die es jetzt gebrauchen können.
Die Materialien gehen an Kinder und Jugendliche, die vom Träger betreut werden.
Die 2.000 geknackt.2.283 Teile.
Am letzten Tag ist noch einmal alles zusammengekommen: Regen, volle Taschen und Menschen, die extra vorbeigekommen sind. Aus einem Ziel von 1.000 Teilen sind am Ende 2.283 geworden.
Danke an jede und jeden, der ein Teil mehr gekauft hat, an die Läden, die uns vor ihrer Tür stehen ließen, und an alle im Team. Jetzt bringen wir alles dorthin, wo es gebraucht wird.
Aus 1.537wurden 1.841.
Eigentlich sollte nach drei Tagen Schluss sein. Dann kam der Schulstart, und wir haben noch einen Nachmittag drangehängt – mit Kaffee, kalten Fingern und über dreihundert weiteren Teilen in der Tasche.
Und weil es immer noch nicht aufhörte, kam am Freitag noch ein letzter Tag dazu.
1.000 war das Ziel.Nach drei Tagen: 1.537.
Drei Tage, eine Kreuzung, ein Haufen Pappschilder – und über anderthalbtausend Teile Schulmaterial. Das ist mehr, als wir uns vorgenommen hatten, und deutlich mehr, als in ein Auto passt. Gut genug, um noch einen Tag dranzuhängen.
Danke an alle, die ein Teil mehr gekauft haben, an die Läden, die uns vor ihrer Tür stehen ließen, und an jede und jeden aus dem Team, der bei Regen trotzdem gekommen ist. Und weil es so gut lief: Am Freitag standen wir ein letztes Mal da.
Und plötzlich lagdas Wohnzimmer voll.
Tag zwei hat alles übertroffen, womit wir gerechnet hatten. Am Abend stand nicht mehr die Frage im Raum, ob genug zusammenkommt – sondern wie wir das alles nach Hause bekommen.
Jedes einzelne Teil auf diesen Bildern hat jemand beim eigenen Einkauf zusätzlich in den Korb gelegt. Danke dafür.
Regen? Egal.Wir standen trotzdem da.
Der erste Tag hat uns gleich alles gegeben, was Hamburg zu bieten hat: grauer Himmel, nasse Gehwege – und trotzdem Menschen, die stehen geblieben sind, zugehört und mitgemacht haben.
Danke an jede und jeden, der gestern ein Teil mehr gekauft hat. Ihr habt aus einer Idee einen Stapel Schulsachen gemacht. Und es ging weiter.
Angefangen hat esmit einer Frage.
Jedes Jahr im August füllen sich die Schreibwarenläden. Federmäppchen werden ausgesucht, Hefte gestapelt, Ranzen gepackt. Für viele Familien gehört das zum Sommer dazu.
Für andere nicht. Kinder und Jugendliche, die in Wohngruppen leben, starten oft mit dem, was vom letzten Jahr übrig geblieben ist. Und die Einrichtungen, die sie betreuen, haben selten Geld für neue Sachen übrig.
Daraus wurde eine einfache Frage: Was, wenn man die Hilfe genau dorthin bringt, wo die Sachen sowieso schon gekauft werden? Kein Spendenkonto, kein Formular. Nur ein Heft mehr im Einkaufskorb.
Hi, wir sindyoungforyoung.
Ich bin Olivia und komme aus Hamburg. Mit der Jugendhilfe hatte ich schon Berührungspunkte, und für mich war Bildung immer der Schlüssel zur Welt. Sie entscheidet mit darüber, welche Türen sich im Leben öffnen – und wie viel davon man selbst in der Hand hat.
Genau deshalb geht es hier nicht um Kleinigkeiten. Ein volles Mäppchen am ersten Schultag ist ein Anfang. Es heißt: Du gehörst dazu, du kannst mitmachen, du bist nicht die Ausnahme in der Klasse.
Junge Menschen sollten sich untereinander unterstützen. Deshalb heißt das Ganze youngforyoung.
Wir sind kein Verein und keine Organisation, sondern eine Handvoll Leute mit einer Kiste und ein paar Tagen Zeit. Was wir sammeln, geht deshalb direkt an anerkannte gemeinnützige Träger, die genau wissen, wo es gebraucht wird.
Dorthin, woam wenigsten da ist.
Wir arbeiten mit erfahrenen Hamburger Trägern der Kinder- und Jugendhilfe zusammen. Sie entscheiden, in welche Wohngruppe das Material geht – besser als jede Liste von außen wissen sie, wo der Bedarf gerade am größten ist.
Ein Wort zum Schutz der Kinder: Wir nennen nach außen bewusst keine einzelnen Einrichtungen und schon gar keine Namen. Niemand soll öffentlich als bedürftig dastehen, nur weil er ein Heft bekommt.
Die Aktion ist vorbei.Die Idee nicht.
Unsere erste Sammelaktion am Eppendorfer Baum, Ecke Hegestraße ist beendet – alles geht jetzt zu den Einrichtungen. Die nächste kommt bestimmt, und dann stehen wir wieder irgendwo in Hamburg an einer Ecke. Folg uns, dann bekommst du mit, wann und wo.
Nicht in der Nähe?
Du kannst uns auch von zu Hause aus unterstützen. Von jedem Euro kaufen wir Schulmaterial und geben es an die Hamburger Kinder- und Jugendhilfe weiter – genau wie die Sachen aus unserer Kiste.
Auf GoFundMe spendenDer Link führt zu unserer Spendenaktion bei GoFundMe.
Du hast Fragen oder willst mithelfen? Schreib mir einfach – oder folg uns, dann bekommst du mit, wann und wo wir das nächste Mal stehen.
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